Der zermürbende Klaviertransport

Originaltitel: The Music Box
USA, 1932

Regie: James Parrott
Darsteller: Stan Laurel, Oliver Hardy, Gladys Gale,
Billy Gilbert, Sam Lufkin

Inhalt:

Stan Laurel und Oliver Hardy betätigen sich in diesem Film im Transportgeschäft und erhalten den Auftrag ein elektrisches Klavier auszuliefern. Was die beiden schließlich vom Bestimmungsort des Pianos trennt, ist eine lange, schmale Treppe. So haben die beiden ein wenig mit dem Musikinstrument, der Treppe und der Umwelt zu kämpfen, bis der Auftrag schließlich ausgeführt ist.

Meinung:

Der Film wurde scheinbar auch unter dem Titel ‘Das verrückte Klavier’ vermarktet, ”Der zermürbende Klaviertransport’ gefällt mir aber besser, weil er die Handlung elegant und mit gerade mal 3 Wörtern beschreibt.
Die Ausgangslage könnte einfacher nicht sein. Ein Klavier soll geliefert werden. Laurel und Hardy erschaffen aus dieser relativ simplen Geschichte wahres Slapstickgold.
Das Genie der beiden lag sicher darin, aus einer einfachen Rahmenhandlung einen höchst amüsanten und unterhaltsamen Film zu machen. Das ist ihnen hier mehr als gelungen. Zurecht gab es dafür damals den Oskar in der Kategorie “Best Short Subject, Comedy”.

Der erste Teil des Films spielt sich nahezu komplett auf der Treppe ab. Dabei wird es den beiden Protagonisten nicht leicht gemacht, da immer wieder Statisten dazu kommen, die mit ihren Handlungen die Sache nicht unbedingt beschleunigen. Als nach einigen Fehlversuchen die Stufen schließlich überwunden sind, geht es daran, das Musikinstrument ins Haus zu befördern. Dieser Szenenwechsel gibt dem Film nochmal frischen Wind und bietet außerdem zusätzliche Slapstickeinlagen.

Jedesmal wenn Oli durch eine Ungeschicklichkeit von Stan etwas auf den Fuss fällt, er sich sich die Hand einklemmt oder eine Tür vors Gesicht bekommt, fühlt man sich unweigerlich in die Kindheit zurückversetzt, als man zum ersten Mal “Dick und Doof” Filme gesehen hat.
Man erinnert sich an Theo Lingen, der vornehm den Inhalt des Films zusammenfasst und stets von Mr. Laurel und Mr. Hardy spricht. ‘Lachen Sie mit Stan und Ollie’ war leider vor meiner Zeit, aber dankenswerter Weise hat Kabel 1 vor ein paar Jahren mal Laurel & Hardy Filme mit besagten Anmoderationen von Theo Lingen gezeigt.

Heutzutage kann man den Film auf DVD genießen. Er wurde von Kinowelt als Bestandteil einer Laurel & Hardy Box veröffentlicht, kann aber auch einzeln bezogen werden.

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TV-Tipp zu Silvester

Wer an Silverster lieber zu Hause bleibt und einen Film anschaut anstatt sich Böller um die Ohren schießen zu lassen, dem empfehle ich heute Abend um 21:45 Uhr “Wahnsinnig verliebt” auf EinsFestival. Ich habe hier schonmal was zu dem Film geschrieben.

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Terry Gilliam wird 70

Herzlichen Glückwunsch zum 70., Herr Gilliam!

Da ich immer noch schreibfaul bin, verlinke ich der Einfachheit halber einfach den SZ-Artikel. Schließlich hat der Brazil (mein absoluter Favorit von Gilliam) als Opener. Ein Zeichen.

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Offtopic: Neuer Name

So, Filmtapete soll der Laden nun heißen. Nachdem ich vor ein paar Jahren schonmal unter diesem Namen was ins Internet geschrieben habe, hatte ich irgendwie Heimweh und bin zurückgekehrt. Vielleicht steigert das nun auch meine Motivation, wieder regelmässig zu bloggen.

Als Design habe ich momentan das Standardtheme beibehalten, das gefällt mir nämlich ziemlich gut. Auch wenn jetzt Jack Lemmons Kopf ein wenig abgeschnitten ist.

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Wunderbare Jahre

Super RTL ist meinem Aufruf von vor etwa einem halben Jahr leider nicht gefolgt, stattdessen zeigen sie jetzt seit geraumer Zeit viermal (!) die Woche vier (!!) Episoden von “Die Nanny”. Eine Serie, die seit 15 Jahren praktisch durchgesendet wurde, derzeit übrigens auch noch vormittags auf VOX wiederholt wird. Und da frage ich mich ein weiteres Mal, ob irgendein Sender der RTL-Gruppe nicht mal eine Stunde pro Woche freischaufeln könnte, um Wunderbare Jahre zu wiederholen. Die Rechte müssten doch noch bei RTL liegen.

Jammerschade. Besonders auch, weil es die Serie weltweit nicht auf DVD gibt.

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Liebe um jeden Preis

Ich möchte fast behaupten, dass Audrey Tautou nie besser ausgesehen hat, als in diesem Film. Die Rolle einer luxusliebenden Frau, die sich von reichen Kerlen aushalten lässt, setzt das natürlich voraus und Audrey Tautou schafft dies auch mühelos. Eine unglaublich schöne und gleichzeitig bezaubernde Frau.

Der Film an sich ist eine ganz launige und heitere Komödie. Man müsste ihn wohl in die Kategorie “Liebeskomödie” stecken, denn im Prinzip ist der Film das, und am Ende läuft es natürlich auf das altbekannte Szenario hinaus, aber das stört eigentlich nicht. Man wird gut unterhalten und die Geschichte ist so gestrickt, dass es auch nicht langweilig wird.

Aus purer Faulheit übrigens auf Deutsch gesehen. Bei nicht englischsprachigen Filmen schrecke ich meist noch vor dem O-Ton zurück, weil ich sonst soviel Untertitel lesen müsste. Audrey Tautou hatte eine etwas gewöhnungsbedürfte Synchronstimme. Aber das nur am Rande.

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Beste Gegend

Schon vor einer Woche gesehen und glatt vergessen was dazu zu schreiben.

Die Fortsetzung zu Beste Zeit war dann doch weniger Roadmovie als ich zunächst vermutet hatte. Die beiden jungen Damen machen sich zwar auf den Weg Richtung Süden, kommen aber nur bis zum Brenner, weil am Auto “tragende Teile” (Zitat aus dem Film) kaputt gehen. Nach einem Telefonat mit ihrer Mutter erhält Kati auch noch die Nachricht, dass ihr Großvater gesundheitliche Probleme hat, und so brechen Kati und ihre Freundin Jo die Reisepläne kurzerhand ab und kehren zurück in ihre oberbayerische Heimat. Dort angekommen muss Kati feststellen, dass es ihrem Opa doch wesentlich schlechter geht, als zuerst angenommen. Es ist unklar, ob und wann die Reise fortgesetzt werden kann. Und so sitzen die beiden Mädchen wieder in der Provinz fest und werden einmal mehr mit Problemen konfrontiert, die das Leben so mit sich bringt.

Auch wenn Beste Gegend wieder die typischen Teenagerthemen wie Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden aufgreift, beschäftigt sich der Film diesmal doch auch noch mit einem wesentlich ernsteren Thema, dem Tod. Sehr feinfühlig und mit dem nötigen Respekt geht der Film mit dieser Thematik um, ohne dabei zu bedrückend zu werden.

Sehr schön fand ich auch die Anspielungen auf den ersten Teil. Etwa der Anruf in der Kneipe (“Es geht um Leben und Tod. Diesmal wirklich.”) oder auch die Szene, als Rocky wieder einmal jemanden ablenken bzw. aufhalten muss (“Ham sie mich grad beleidigt?”). Diesmal wars der Arzt im Krankenhaus (netter Gastauftritt von Christoph Süß, übrigens).

Am Ende tauschen dann die beiden Mädchen quasi die Rollen. Hat es im ersten Teil noch Kati in die Ferne gezogen, ist es jetzt Jo, die nach der weiten Welt strebt.

Insgesamt eine gelungene Fortsetzung.

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